Akupunktur

Die Akupunktur wird je nach Therapeut in verschiedenen Formen durchgeführt, einmal als Körperakupunktur, Auriculotherapie (Ohrakupunktur), Schädel- , Hand-, Mund - akupunktur oder kombiniert eingesetzt.

Neben westlichen Formen der Akupunktur, welche eine Synthese aus chinesischen Methoden und Erfahrungen mit westlichen Patienten darstellt, ist der Ausgangspunkt der Akupunktur die klassische chinesische Akupunktur, eingebettet in einen historisch philosophischen Hintergrund , der die Grundlage für die traditionell chinesische Medizin (TCM) bildet. Hierbei spielt die 5 Elementen-Lehre (Feuer,Erde etc) oder das chinesische Entsprechungssystem eine Rolle. Die chinesische Diagnostik führt zu einer differenzierten chinesischen Therapie, der Punkteauswahl, Stich-und Reiz- technik unter Berücksichtigung der Synergie der Akupunkturpunkte untereinander, z.B wird ein extremer Unruhezustand durch entsprechende Nadeltechnik beruhigt, dagegen bei einer Depression aufhellend, eingewirkt werden können. Die chinesische Diagnostik verlässt sich weiterhin auf konstitutionelle Faktoren der chinesischen Anamnese , der Puls- und Zungendiagnostik. Es gibt über 360 Akupunkturpunkte, die auf 12 Hauptmeridianen und 8 außerordentlichen Meridianen liegen.

Ein anatomisch eindeutiges Substrat im Meridian ist nicht gesichert. Nach Vorstellung der TCM entsprechen die Meridiane einem Fließsystem, dass ein Netzwerk von Kanälen bildet, das nicht nur die Akupunkturpunkte sondern über innere V erläufe auch die Organe miteinander verbindet, in denen Qi (Energiefunktion) und Xue (Blut) in einem 24 Stunden Rhythmus fließen. Eine Störung dieses Flusses führt zur Krankheitserscheinung. Auch hier benötigt man eine umfangreiche Anamnese.

In meiner Praxis steht die homöopathische Anamnese auch für die Akupunkturtherapie zusätzlich zur Funktionsdiagnostik des Bewegungsapparates und der Pulsdiagnostik.

Folgende wissenschaftliche Grundlagen gibt es als Erklärungsmodelle für den Wirkmechanismus der Akupunktur:

Stimulation der Endorphinproduktion, welche eine Analgesie bewirkt

Hemmung der Schmerzafferenz auf Rückenmarksebene: Gate Controll Theorie von Melzack und Wall

Sympatikusstimulation : Besserung der peripheren Durchblutung

Segmentale Wirkung: Neuroanatomische Entsprechungen von Akupunkturpunkten und inneren Organen.

Immunmodulatorische Wirkung

Vegetativ homöostatische Wirkung am Beispiel des ausgleichenden Effekts auf Blutzucker und Blutdruck

Einflussnahme auf verschiedene Neurotransmitter und Hormone, gesichert für Serotonin und Cortison.

Als morphologische Grundlage für Akupunkturpnkte finden sich

Eine signifikante Häufung von Meissner Endkörperchen an Akupunkturpunkten

80% der Akupunkturpunkte fallen mit Perforationen der oberflächlichen Muskelfascien zusammen, durch die Nerven und Gefäßbündel hindurchtreten.

Der elektrische Hautwiderstand an Akupunkturpunkten ist niedriger als an der umgebenden Haut. (Dieser Effekt wird von Punktsuchgeräten genutzt)

Viele Akupunkturpunkte entsprechen auch sogenannten Triggerpoints.

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